Dienstag, 20. März 2007

Auf Tiefgang

Wochenende vom 17. und 18.03.2007

Das Ende ist in Sicht, nach über einem Jahr Unterbrechung geht’s endlich mit meinem Tauchkurs weiter.
Im Herbst 2005 habe ich mit dem Padi Open Water – Kurs angefangen, Theorie und Poolpraxis waren relativ schnell erledigt und erfolgreich absolviert, ursprünglich sollte im Dezember 2005 der Freiwassertauchgang stattfinden.
Geplant war das wir diesen in Abraka machen, leider wurde die Gegend von der Firma aus Sicherheitsgründen für reisen gesperrt.
Im gesamten Jahr 2006 hat sich leider nichts ergeben um die Freiwassertauchgänge zu machen. Aber an diesem Wochenende ging es endlich weiter.
Nach einer ereignisreichen Arbeitswoche haben wir uns am Samstag am Pool getroffen um noch einmal ins Wasser zu gehen, und noch ein paar Übungen zu machen und noch mal die Praxis aufzufrischen.
So um halb sechs war ich dann wieder zu Hause. Am Abend sind mein Asylant und ich ins Clubhaus zum essen gegangen.
Nach einiger Zeit gesellten Sich zwei hübsche Mädels zu uns an den Tisch die auf eine Party gehen wollten, denn es war ja St. Patricks Day, und wir haben hier in Abuja auch eine irische Firma.
Die Mädels waren mit ein paar Kollegen verabredet - die kamen aber nicht - nach einiger Zeit haben sie einen am Telefon erreicht, und der teilte ihnen mit, das die Party gestern war und er auf sie gewartet hat, somit hatte sich die Abendplanung für die zwei erledigt.
Nach einigen weiteren Überlegungen hat sich Christian dazu bereit erklärt mit den beiden Mädels auf Achse zu gehen, ich habe mich dann im Clubhaus zu einer anderen Kollegin gesellt und mich total mit ihr verquatscht.
So um halb zwölf war ich dann endlich zuhause, und mir ist eingefallen, dass ich für den nächsten Tag noch was zu futtern brauche.
Also habe ich angefangen um Mitternacht Steaks zu braten. Ich habe die Pfannen mit Öl gefüllt und nebenbei mit meiner aller Liebsten telefoniert, dabei habe ich die Pfannen total vergessen, die eine hatte dann schon fast zu brennen angefangen und die Küche sah aus wie eine Disco nachdem die Nebelmaschine an war.
So um ein Uhr habe ich es dann endlich ins Bett geschafft. Am nächsten Morgen um viertel vor sieben hat dann mein Wecker geklingelt und ich habe mich aus dem Bett gequält, meine Sachen gepackt und mich zum Treffpunkt begeben.
Um acht Uhr ging es dann los Richtung Guara Waterfalls, dort wollten wir dann tauchen gehen. Nach ca. eineinhalb Stunden Fahrt sind wir dort angekommen. Nach einem steilen Abstieg sind wir am Wasserfall angekommen, dort haben wir erstmal unsere Ausrüstung fertig hergerichtet, ich war für meinen ersten Tauchgang in der zweiten Gruppe geplant also hatte ich etwas Zeit die Sonnenstrahlen zu genießen.
Dann ging es endlich los, ich habe mich in mein ganz Körperkondom gezwängt, Taucherbrille, Flossen und Jacket an und los ging’s. Wir sind dann an einer Steilwand entlang abgetaucht, am Boden angekommen sind wir dann quer durch den kleinen See getaucht es ging dann wieder etwas aufwärts, in der Mitte des Sees ist eine kleine Sandbank, dort haben wir Zwischenstop gemacht, und über uns war ein Schwarm Fische, dann haben wir ein paar Übungen gemacht, als erstes die Taucherbrille geflutet und wieder entleert.
Dann haben wir den See ganz durchquert und sind an einer weiteren Felswand angekommen, dort wollten wir einen großen Wells in seiner Felsspalte beobachten aber er hat sich nicht gezeigt, dafür haben wir noch ein paar andere Fische gesehen. Dann haben wir den See wieder durchquert und sind dann aufgetaucht.
Danach war für mich wieder pausieren angesagt, ich habe wieder die Sonnenstrahlen genossen und ein bisschen was gegessen. Nach einiger Zeit habe ich festgestellt das ich fast zu viel Sonnenstrahlen genossen habe und ich bin ins Wasser gesprungen um mich abzukühlen.
Nach drei weiteren Gruppen war ich dann wieder an der Reihe, wir haben fast den gleichen Weg genommen, aber ein paar andere Übungen gemacht. Das war dann der letzte Tauchgang an diesem Tag.
Wir haben unsere Sachen gepackt und ich musste feststellen das definitiv zu viel Sonnenstrahlen genossen hatte, denn der Rücken hat schon leicht gebrannt. Wir haben unsere Ausrüstung von Trägern abholen lassen, die haben es zum Auto gebracht und wir sind die Steilwand wieder nach oben gestiegen, dann ging’s ab nach Hause.
Im Camp angekommen wurde die Ausrüstung gereinigt und aufgeräumt.
Ich habe mich dann auf ein getränkt ins Clubhaus begeben, da habe ich erfahren das wir dort am Nachmittag hohen Besuch hatten, Berti Vogts, ja genau der Berti Vogts war in unserem Clubhaus zum Essen.
Danach bin ich nach Hause und habe dort ein Häufchen Elend angetroffen. Christian hat sich den ganzen Tag nicht von der Couch hoch bewegt, und sich von der Nacht erholt, was er wohl mit den beiden Mädels getrieben hat? Keine Ahnung.
Nächsten Sonntag geht’s wieder an den Wasserfall und dann habe ich voraussichtlich endlich meinen Taucherschein. Zeit wird's ja.

Sonntag, 18. März 2007

Flo wurde befördert

Seit dem 15.03.2007 ist Flo kaufmännischer Regionalleiter von Abuja und Nigeria Nord. Damit ist er für alle Kaufmänner in diesem Bereich zuständig und für die gesamte kaufmännische Abwicklung verantwortlich.


Herzlichen Glückwunsch!!!!!

Sonntag, 4. März 2007

Diesmal ging's besser

Wochenende vom 24. und 25.02.2007:

Am Samstag habe ich es ganz ruhig angehen lassen und mich nur erholt.
Am Sonntag Morgen bin ich mit Christian durch den Busch geradelt, wir sind die gleiche Strecke wie beim letzten mal gefahren - nur das es diesmal viel besser ging.
Ich habe weniger Pausen gebraucht und war auch schon etwas fitter, die Tour war um 30 minuten schneller als das letzte Mal.
Danach haben wir was im Clubhaus getrunken und gegessen.
Später war ich kurz am Pool und am Abend habe ich mich mit dem Christian zum Snooker spielen getroffen, und wir waren alles andere als gut - da lief überhaupt nichts.

Faschingparty 17.02.2007 - Teil II

Nach Feierabend habe ich mich erstmal hingelegt und geschlafen, um sechs Uhr bin ich aufgestanden und habe mich frisch gemacht, bin in mein Nigerianisches Gewand geschlüpft, und ins Clubhaus gewandert.
Kurz nach Acht begann das Programm mit der Eröffnung von Herrn Kollermann (mein Chef), danach folgte das Kinderballett mit den Schlumpfen Lied.
Danach kamen zwei Damen als Rentner verkleidet, die aus Ihrem leben erzählt haben. Anschließend wurden drei Personen ausgelost die ein Lied über den Bau singen durften, wobei eine Person vorher schon feststand - das war unser MD (Managing Director).
Darauf folgte eine Büttenrede von Klaus Bierer (er ist ein Kaufmann) über die Kaufleute aus der Sicht eines Poliers.
Danach gab es endlich was zum Futtern - ich hatte schon großen Hunger und schon ein Paar getrunken, so das ich endlich eine Grundlage für den Abend schaffen konnte.
Nach dem Essen folgte das Jugendliche Ballett mit einer Bauchtanzaufführung. Daraufhin folgte eine Rede von unserem Bürgermeister über einen Tag im Camp Office.
Anschließend kam die AFP (Möbelfabrik) mit einer Play-Back Vorführung, die sind sogar mit schwerbewaffneter Security gekommen sind, alle, bis auf einen, waren als Frauen verkleidet und einer ging als Mann, alle in Kleidung aus den 60er Jahren, die tanzten dann zu einem Lied aus den 60ern.
Danach folgten die Glocken von Rom, die Sängerin wurde von Mönchen begleitet, die bei der stelle die Glocken von Rom, ihren Mantel öffneten und die mit einem Mechanismus mit Kochlöffeln auf Pfannen schlugen.
Während dieses Auftritts waren wir schon in der Umkleide und haben uns hübsch gemacht, und mit Spülmittel Mut gemacht.
Endlich folgte unser Auftritt: Wir sind zu dem Lied "Das bißchen Haushalt" in den Saal gekommen, waren alle verkleidet als Putzfrauen, haben dann ein bisschen Ordnung gemacht und uns in Richtung Bühne bewegt.
Daraufhin haben wir uns zum nächsten Lied gemütlich entkleidet, bzw. gestrippt. Zum Ende hatten wir nur noch ein Baströckchen an und Kockusnussbrüste.
Ach ja wir waren insgesamt sieben Mann und fast alle über zwei Zentner, also lauter Leichgewichte. Nach unserem Strip haben wir eine kleine Ballett Aufführung gemacht. Der Saal hat getobt - und wie der getobt hat.
Damit wäre unser Auftritt offiziell zu Ende. Aber wir hatten ja noch eine Zugabe im petto. Zu einem Can Can Lied haben wir noch die letzten Hüllen fallen lassen, und uns und dann mit dem Worten "un tschüss" - auf unseren Hintern genäht - verabschiedet.
Jetzt ist der Saal endgültig ausgerastet. Danach kamen noch die Hofsänger mit ein paar auf Berger abgeänderten Liedern.
Damit war der Offizielle Teil zu Ende, jeder Teilnehmer hat einen Orden bekommen.
Zum Abschluss gab es noch eine Polonäse durch den Saal, und danach wurde getanzt und getrunken.
Der Abend war sehr witzig und für mich ein bisschen zu lang und zu feucht. Am nächsten Tag habe ich mich nicht aus dem Bett bewegt.